22. Juni 2026

Gästebuch

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Ja, es ist sowas von 90er und das macht gerade den Charme aus. Wir waren etwas überrascht, aber Ihr wolltet ein Gästebuch!
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Igor aus Bad Hersfeld schrieb am 22. Februar 2022 um 15:48
Mit Vollgas ins 1984 von Orwell! Zitat aus der Zeit, vom 27.01.2022: "Eine Wahlpflicht könnte mehrere positive Effekte haben, sowohl für die Wähler*innen als auch für die Parteien. Denn deren Wahlkampfstrateg*innen wissen, dass sie aktuell mit jungen Leuten schon rein rechnerisch keine Wahl gewinnen können. Und damit sind nicht nur Erstwähler*innen, sondern auch jene unter 40 oder 50 Jahren gemeint. Weil es zu wenige gibt und weil sie seltener wählen gehen. Ähnliches gilt, insbesondere durch die bislang schlechte Mobilisierbarkeit und Erreichbarkeit, auch für sozial Benachteiligte. Müssen diese Menschen aber wählen, würde sich auch der Fokus der Parteien inhaltlich und kommunikativ in ihre Richtung verschieben. Anders gesagt: Wenn die Parteien wüssten, dass auch diese Leute wählen gehen, würde es sich für sie auch wieder lohnen, ihnen ein politisches Angebot zu machen. Wähler*innen dagegen wären gezwungen, sich zumindest ein bisschen mit der Wahl und dem Politikangebot der Parteien zu beschäftigen. Die Wahlpflicht könnte damit dem Desinteresse an Politik entgegenwirken und politische Diskussionen auch in Bevölkerungsgruppen (wieder)beleben, in denen Politik aktuell kaum Thema ist. Optimistisch könnte man gar davon ausgehen, dass es langfristig zu einer höheren Identifikation mit dem politischen System kommt: Denn wer wählt, meckert nicht mehr, sondern schaut der Politik oder gar der selbst gewählten Regierung eher konstruktiv auf die Finger. Dazu kommt eine höhere Legitimation der Gewählten: Liegt die Wahlbeteiligung niedrig, entscheidet manchmal schon eine Minderheit der Wahlberechtigten über die Regierungszusammensetzung, eine Minderheit regiert also die (teils schweigende) Mehrheit."
Mit Vollgas ins 1984 von Orwell! Zitat aus der Zeit, vom 27.01.2022: "Eine Wahlpflicht könnte mehrere positive Effekte haben, sowohl für die Wähler*innen als auch für die Parteien. Denn deren Wahlkampfstrateg*innen wissen, dass sie aktuell mit jungen Leuten schon rein rechnerisch keine Wahl gewinnen können. Und damit sind nicht nur Erstwähler*innen, sondern auch jene unter 40 oder 50 Jahren gemeint. Weil es zu wenige gibt und weil sie seltener wählen gehen. Ähnliches gilt, insbesondere durch die bislang schlechte Mobilisierbarkeit und Erreichbarkeit, auch für sozial Benachteiligte. Müssen diese Menschen aber wählen, würde sich auch der Fokus der Parteien inhaltlich und kommunikativ in ihre Richtung verschieben. Anders gesagt: Wenn die Parteien wüssten, dass auch diese Leute wählen gehen, würde es sich für sie auch wieder lohnen, ihnen ein politisches Angebot zu machen. Wähler*innen dagegen wären gezwungen, sich zumindest ein bisschen mit der Wahl und dem Politikangebot der Parteien zu beschäftigen. Die Wahlpflicht könnte damit dem Desinteresse an Politik entgegenwirken und politische Diskussionen auch in Bevölkerungsgruppen (wieder)beleben, in denen Politik aktuell kaum Thema ist. Optimistisch könnte man gar davon ausgehen, dass es langfristig zu einer höheren Identifikation mit dem politischen System kommt: Denn wer wählt, meckert nicht mehr, sondern schaut der Politik oder gar der selbst gewählten Regierung eher konstruktiv auf die Finger. Dazu kommt eine höhere Legitimation der Gewählten: Liegt die Wahlbeteiligung niedrig, entscheidet manchmal schon eine Minderheit der Wahlberechtigten über die Regierungszusammensetzung, eine Minderheit regiert also die (teils schweigende) Mehrheit."... Einklappen
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